Rezension zu „All Saints High – Die Prinzessin“ von L.J. Shen

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Apr 13, 2020

(Vorweg vielen Dank an den den LYX Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dieses hat meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst)

Hello Bookies!

Ich habe eine Rezension zu einer aktuellen Neuerscheinung für euch – den ersten Band der neuen Reihe von L.J. Shen: „All Saints High – die Prinzessin“. 
Bevor ich zu diesem Buch gegriffen habe, hatte ich schon Bücher wie „Midnight Blue“ und „Vicious“ der Autorin gelesen, ich wusste also in etwa, was mich erwartet.
Hier einmal die Übersicht, bevor es zu meiner Meinung geht:
Genre: New Adult
Seiten: ca. 440 Seiten
Bewertung: 3.5/5 *Sterne*
Info:  Band 1 der „All Saints High“-Reihe
In einem Satz: Zwei getriebene Charaktere, Hass, Intrigen und eine komplizierte Liebesgeschichte mittendrin.

Meine Meinung: Puh, es ist gar nicht so einfach, meine Gedanken zu diesem Buch zusammenzufassen. Fangen wir einmal damit an, dass ich das Buch trotz all der Punkte, die mir nicht gefallen haben – und die gab es – beinahe in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich konnte es wortwörtlich nicht aus der Hand legen. Vielleicht ist es ein bisschen so, wie in dem Buch selbst: Eine Hassliebe.
Mir waren Penn und Daria, zwei unglaublich interessante Protagonisten, einfach zu hasserfüllt, zu getrieben und teilweise zu flach, gleichzeitig haben ihr Hass, ihre Taten und verworrenen Gedankengänge mich dazu gebracht, immer weiter zu lesen. Das alles fühlte an manchen Stellen dazu, dass es unglaubhaft für mich wirkte.
Ich möchte gar nicht zu viel über den Inhalt schreiben, meiner Meinung nach, sollte man ganz ohne Wissen an das Buch und Penn und Daria herangehen, sondern vielmehr auf das eingehen, was mir beim Lesen aufgefallen ist.
Der Schreibstil ist grandios, man fliegt nur so durch die Seiten, auch der Perspektivenwechsel ist sehr gelungen und verlieht der ganzen Geschichte einem besonderen Schliff. Dadurch wird sowohl das Gefühlschaos und die Dunkelheit von Daria beleuchtet, als auf das Wirrwarr in Penn Gedanken. Das hat mir sehr gut gefallen.

Weniger gelungen fand ich einige der Handlungstwists. Gerade die Rolle der Via – mehr schreibe ich im Detail nicht dazu, um niemanden zu Spoilern – konnte mich nicht überzeugen. Ich fand ihre Handlungen zu erzwungen im Hinblick auf die gesamte Storyline und eher störend.
Auch das Ende passte in meinen Augen absolut gar nicht zu dem ganzen Buch und der Dunkelheit, die sich wie ein roter Faden durch Penn und Darias Leben gezogen hat.
Ihr seid, es ist nicht so einfach, meine Meinung so einfach wiederzugeben. Es war sehr viel Hass da, sehr viel rohe Gefühle, die ich mit mehr Hintergrundwissen passend fand, gleichzeitig war es an anderen Stellen einfach zu wenig, manches ging viel zu schnell und das Ende kam zu überstürzt und unglaubhaft in meinen Augen. 

Fazit: Ein genialer Schreibspiel, gepaart mit starken Charakteren und einigen Handlungssträngen, die ich nicht vollständig nachvollziehen konnte. Alles in allem ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen und das mich dennoch nicht gänzlich überzeugen konnte.