Japan: Kyoto/Osaka

by , on
Apr 5, 2020

Zeitraum: 26.09.2019 – 03.10.2019
Zwei unterschiedliche Städte, die beide auf ihre Art und Weise begeistern konnten!

Konichiwa!

Wir verlassen das wunderschöne Matsumoto, das uns mega gut gefallen hat und fahren mit dem Fernbus circa 5 Stunden bis nach Kyoto. Zwischendrin gibt es zwei Stopps an Rasthöfen, die hier in Japan einfach genial sind – also keine falsche Scheu vor den Fernbussen. Sie sind eine super Alternative zu den meist sehr teuren Zügen in Japan.

Leider merken Maxi und ich, dass wir uns vermutlich eine leichte Grippe zugezogen haben, dennoch freuen wir uns mega auf die nächste große Stadt.
Von der Bushaltestelle geht es mit Hilfe einer jungen Japanerin – sie war so höflich und freundlich uns sofort zu helfen *hach ich liebe die Japaner einfach* mit dem örtlichen Zug zum Hauptbahnhof Kyotos. Von dort aus geht es zu Fuß mit unserem ganzen Gepäck zum Hostel – kein leichter Weg, den Kyoto ist zu dieser Jahreszeit selbst am späten Abend mega schwül und heiß. Wir sind froh, als wir einfach ins Bett fallen können.

Am nächsten Tag beginnen wir dann mit unserem Stadterkundungstrip. Kyoto ist eine wilde Mischung aus kleinen Gassen, traditionellen Häuschen hinter Holztoren, breiten Straßen und modernen Shoppingmeilen.

Wir erkunden einige Fleckchen der Stadt, lassen uns treiben und legen Kilometer, um Kilometer zurück. Auch in dieser Stadt gilt: Man kommt super zu Fuß von A nach B, die öffentlichen Busse sind allerdings auch nicht teuer (Tagesticket etwa 600 Yen). Im Herzen der Stadt, nahe des Hauptbahnhofes, findet man sämtliche europäische

Luxusmarken, Coffeeshops und alles, was das Herz begehrt. Maxi und mich zieht es allerdings in den nächsten Tagen woanders hin.
Ein Tipp zwischendurch: Wer hier günstig gutes Essen haben möchte, kann beispielsweise abends warten und dann die frischen Sushi-Platten und andere asiatische Köstlichkeiten im Supermarkt stark reduziert bekommen!

Unser erster großer Sightseeing-Stopp ist der Bamboo-Forest Arashiyama. Wir fahren mit dem Bus extra früh hin, um große Touristenansammlungen zu vermeiden, hätten uns das frühe Aufstehen aber auch sparen Können.

Denn bereits um 9:00 morgens ist es dort hoffnungslos überlaufen. Man quetscht sich förmlich über den Weg, der durch den dennoch beeindruckenden Bambuswald führt und steht dann dicht an dicht im dazugehörigen Dörfchen. Es war schön anzusehen, aber kein besonders angenehmer Ort zum Verweilen. Also schnell mit dem Bus weiter – die öffentlichen Busse sind wirklich Gold wert! Aber Achtung bei den unzähligen Linien mit derselben Nummer, aber unterschiedlichen Destinationen!
Wir fahren zurück in die Stadt, um die dortige Burgfestung anzusehen, entschließen uns dann jedoch dagegen, weil uns der Eintrittspreis einfach zu hoch ist.

Nach einem Abstecher in den hiesigen Pokémon-Store (Ein Muss in Japan!) fahren wir zum Yasaka-Jinja-Shrine, der zwar auch ziemlich überfüllt ist, jedoch deutlich erträglicher, weil es sich dort ganz gut verläuft. Außerdem ist der Shrine wunderschön mit seinen unzähligen Farben und kleinen Wegen, denen man folgen kann – also definitiv einen Besuch wert!

Ein weiteres Highlight ist der berühmte Fushimi Imari Tempel, der eher eine ganze Ansammlung von Tempeln, Schreins und roten Bögen ist. Kurz gesagt, man könnte dort locker einige Tage verbringen. Wir laufen einige Zeit dort herum. Folgen den Pfaden durch die roten Bogengänge, schauen uns die Schreins und verwunschenen Gänge an, die sich den Berg

hinaufschlängeln. Man kann dem Weg bis auf den Gipfel des Hügels folgen, allerdings wurde es uns dort etwas zu gruselig 🙂 Allerdings ist auch hier wieder zu beachten, dass die Tempelanlage ein großer Touristenmagnet und man dementsprechend nie wirklich alleine ist.
Sehenswert ist es dennoch alle Male.

Am nächsten Tag es geht es auch schon weiter. Wir verlassen Kyoto und reisen mit Zug (Ticketpreis 400 Yen) weiter nach Osaka. Da Osaka für uns nur eine Art Zwischenstopp ist, bevor es auf die Häscheninsel Okunashima geht (dazu mehr im folgenden Beitrag), kann ich nicht besonders viel über die Stadt an sich sagen.
Der erste Eindruck jedoch ist ziemlich gut. Es gibt moderne, große Bahnhöfe, ein weinverzweigtes U-Bahnnetzwerk und einen Kanal, der die ganze Stadt durchzieht und über den unzählige Brücken gehen. Osaka hat Charme. Wir laufen abends ein wenig durch die Gegend, schauen in die vielen Secondhandlädchen und lassen uns durch die Straßen treiben, ehe

wir ins Hostel gehen und uns auf den nächsten Tag vorbereiten. Das Hostel mit dem fragwürdigen Namen KOMA kann ich euch übrigens empfehlen: Es gibt eine geniale Dachterrasse, von der man einen super Ausblick über die Stadt hat – also ein Geheimtipp 🙂

Tja, und das war es auch erst mal zu Kyoto und Osaka – wenn ihr Fragen habt, immer her damit, bis dahin Safe Travel und Stay tuned 🙂

Lexie & Maxi

Japan: Matsumoto

by , on
Okt 9, 2019

Zeitraum: 26.09.2019 – 28.09.2019
Vorweg genommen: Schaut euch diese Stadt an, wenn ihr in Japan seid. Für mich ist es eine der schönsten Stopps auf unserer ganzen Tour durch Japan! 🙂

Konichiwa!

Von Land zurück in eine kleine süße Stadt im Herzen von Japan. Die Rede ist von Matsumoto, ein Ort, der mein Zeit sofort erobert hat. Warum? – das könnt ihr hier nachlesen 🙂

Mit dem Bus und Zug ging es vom Campground am Lake Motosuko nach Matsumoto, wo wir das erste Mal in einem klassisch japanischen Hotel übernachtet haben, das heißt: Futon und Bambusmatten! Auf jeden Fall etwas, das wir euch empfehlen können. Es ist ein super Erlebnis und etwas, das für mich einfach zu Japan gehört. Außerdem sind diese Betten unglaublich bequem, auch wenn man es vielleicht nicht glauben mag 🙂
Jedenfalls haben wir uns im Guesthouse häuslich eingerichtet und sind dann am nächsten Tag ausgeschlafen und erholt in die Erkundung der Stadt gestartet.
Matsumoto ist eine kleine Stadt mit vielen Gässchen, kleinen Straßen und Lädchen und Kanälen, die hier und da die Stadt durchziehen. Wunderschöne, gebogene Brücken führen immer wieder über die kleinen Flüsschen und verbinden verschiedene Stadtteile, was ich für sich genommen schon super schön fand!

Besonders gut haben mir die kleinen Straßen direkt am Fluss gefallen, wo man nicht nur typischen Schnickschnack kaufen, sondern auch super gut essen kann. Immer wieder stößt man in den Straßen auf Shrines, kleine Plätze und Cafés, wo man sich niederlassen kann. Ihr merkt, ich bin begeistert! Besonders schön fand ich, dass hier nur wenige Touristen unterwegs waren, man viel Kontakt mit Einheimischen hatte und sich einfach treiben lassen konnte.

Eines der Highlights, für die die Stadt berühmt ist, ist natürlich das Castle im Herzen der Stadt. Wir haben uns die Burg natürlich auch angesehen – wenn auch nur von außen. Aber der Anblick war trotzdem sehr beeindruckend. Man kann um die ganze Anlage herumlaufen, durch den Park schlendern und jede Menge Kois beobachten, die sofort zutraulich zu einem schwimmen. Außerdem sind alleine die Tore, die zu der Befestigungsanlage gehören, schon sehr beeindruckend und einen Besuch wert!

Da wir nicht ganz so lange in der Stadt waren, haben wir nicht viel mehr unternommen. Allerdings gibt es von Matsumoto aus noch viel zu entdecken. Beispielsweise heiße Quellen, Naturparks, Affen, und und und. Also: Diese Stadt ist einen Besuch wert 🙂

Safe Travels!
Lexie & Maxi

Japan: Fujiyoshida & Lake Motosuko

by , on
Okt 9, 2019

Zeitraum: 22.09.2019 – 26.09.2019
Wenn ihr euch lieber von Bildern beeindrucken lassen wollt, als einen ellenlangen – aber super informativen und interessanten Bericht zu lesen – findet ihr unten auf der Seite eine kleine Galerie mit den Eindrücken, die wir in dieser Zeit und an diesen Orten gesammelt haben 🙂

Konichiwa!

Von der großen Stadt aufs Land! Genau so haben wir uns gefühlt, als wir von Tokio mit dem Highway-Bus (eine super Alternativen zu den teuren Zügen) nach Fujiyoshida gereist sind.
Wer sich nun fragt, wo das liegt, nun, die Antwort steckt schon im Namen des kleinen Ortes. Die Kleinstadt liegt nahe des berühmten Vulkans Mount Fuji und definitiv einen Besuch wert. Nicht nur, weil man von hieraus einen wunderschönen Blick auf das Wahrzeichen Japans hat, sondern auch, weil man hier einiges entdecken kann.

Und genau das haben wir getan – auch wenn uns das Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Genossen haben wir es trotzdem.
Ein besonders schöner Hotspot in Fujiyoshida ist die Chureito Pagode – wer schon einmal Japan und den Fuji gegoogelt hat, kennt diese Pagode sicherlich schon von Bildern. Und das Schöne: Das japanische Türmchen, das Teil eines Shrines ist, ist in Wirklichkeit sogar noch schöner, besonders, wenn man dann tatsächlich auch einen Blick auf den wunderschönen Berg erhascht. Da muss man schon etwas Glück haben, das gebe ich zu. Aber wer den kleinen Weg durch den Wald, viele der roten Bögen und die Treppenstufen in Kauf nimmt (es ist wirklich kein weiter Weg und für jeden machbar) bekommt es bestimmt hin!
Ein Tipp hier: Kommt kurz zum Sonnenuntergang dorthin. So habt ihr die Chance, einen Blick auf den brennenden Himmel dort mit Fuji und Pagode zu bekommen!

Nach zwei Nächsten in Fujiyoshida ging es mit Zug und Bus an den Lake Motosuko zum Campen – nicht für jeden etwas, aber für uns eines der Highlights in Japan. Denn der See ist super schön, klar und es gibt (fast) nichts Schöneres, als morgens aus dem Zelt zu krabbeln und als erstes den ruhigen See mit Fuji im Hintergrund zu sehen. Wer einen Geschmack haben möchte, wie es dort aussieht: Schaut euch die Rückseite des 1000-Yen-Scheines ein, genau so sieht es an dem See aus 🙂
Auf dem Kouan Camground gibt es neben sanitären Anlagen, Waschstationen für Geschirr und jeder Menge Platz auch einen kleinen Laden, einen Verleih für allerhand Wassersportzubehör und eine Lodge für alle, die nicht gerade ihr Zelt dabei haben 🙂 Zu Empfehlen ist es aber dennoch, denn dort ist es erlaubt Lagerfeuer zu machen und abends dort zu sitzen, sich Marshmallows zu grillen und auf den See zu schauen ist super schön (und eventuell noch ein Nachtbad im Mondschein zu nehmen – aber psst!)

In dem Laden bekommt man neben Mahlzeiten auch alles, was man so zum Campen braucht: Holz, Marshmallows, Campinggeschirr, und und und!
Außerdem: Japaner sind immer super höflich, aber campende Japaner sind nochmal eine ganz andere Hausnummer in Sachen Hilfsbereitschaft und Gemeinschaftssinn. Wir haben dort ein Pärchen getroffen, die uns einfach ihr Kajak ausgeliehen haben und uns dann noch ein schwedisches Feuer mit Kettensäge gezaubert haben – eine wundervolle Erfahrung! Und auch ohne Benzin (für unseren Kocher ist es quasi unmöglich Benzin an einer herkömmlichen Tankstelle hier zu bekommen, weil uns niemand glaubt, dass die Flasche dafür zugelassen ist) hatten wir immer warmes Essen, weil uns jemand seinen Kocher ausgeliehen hat.
Ich kann euch das Campen dort auf jeden Fall ans Herz legen, wir haben die Tage dort sehr genossen.

Was man beachten muss, wenn es weiter aufs Land geht und insbesondere in Regionen, wo weniger Touristen sind (am Lake war kein einziger Tourist :)), ist, dass dort wenig Englisch gesprochen hat. Ein paar Satzbrocken kann jeder, aber eine vollständige Konversation ist eher schwierig. Aber keine Angst: Man findet immer einen Weg sich zu verständigen, das versprechen wir euch 🙂
Wichtige Worte, die ihr aus dem Japanischen auf jeden Fall mitnehmen solltet:
– Konichiwa (Hallo/Guten Tag)
– Sayōnara (Auf Wiedersehen)
– Arigatō (Danke)

So, Mount Fuji haben wir in all seiner Pracht gesehen, jetzt geht es in die nächste Stadt: Matsumoto 🙂

Sayōnara!
Lexie & Maxi

Japan: Tokio

by , on
Sep 21, 2019

Zeitraum 17.09.2019 – 22.09.2019
Auch zu diesem Beitrag gibt es unten auf der Seite eine kleine Galerie mit Einblicken in unsere Zeit in Japans Hauptstadt.

Konichiwa!

Unsere ersten Tage in Japan sind bereits vorbei und die Zeit in Tokio, der großen, beeindruckenden Hauptstadt Japans, neigt sich dem Ende zu. Höchste Zeit also, euch einen Rückblick und eine Zusammenfassung der Erlebnisse unserer Tage hier zu geben – und das sind und waren eine ganze Menge! 🙂 Es gibt hier einfach unglaublich viel zu entdecken, an jeder Ecke wartet etwas neues und man kann sich einfach nicht sattsehen an dieser einnehmenden Stadt. Wir können es kaum erwarten uns auch den Rest dieses Landes anzuschauen und weiter in den Süden zu ziehen…
Aber von Anfang an 🙂

Der Vergleich zu Peking, nachdem uns tatsächlich schon einige gefragt haben, könnte nicht krasser sein. In dem vorigen Beitrag zu China habe ich geschrieben, dass es dort zum alltäglichen Leben gehört, ja fast Sitte ist, dass man drängelt, Lücken nutzt, laut ist und die Ummenschen an seinen eignen Empfingen teilhaben lässt (zum Beispiel schmatzt man, wenn einem das Essen sehr gut schmeckt).
Von Preisniveau ist es ähnlich wie in Deutschland – also nicht super günstig, aber auch nicht so teuer wie beispielsweise Singapur und wer sucht, der findet auch sehr preiswerte Restaurants und Läden.

Hier in Tokio fällt uns als aller erstes auf, dass die Menschen unglaublich höflich, geordnet und super freundlich sind. Sie helfen einem sofort, scheinen die ganze Zeit zu lächeln und das Helfen zu einer persönlichen Lebensaufgabe zu machen, sobald man höflich um Hilfe bittet.
Es ist Gang und Gebe, dass das eigene Tun unterbrochen wird und man uns ahnungslose Touristen sofort bildlich gesprochen an die Hand nimmt und zum nächsten Ziel bringt 🙂 In der U-Bahn ist es immer sehr ruhig, damit niemand gestört wird und beispielsweise auf dem Weg in die Arbeit noch schlafen kann. Wir sind von dieser Höflichkeit und Disziplin geradezu geflasht und vor allen Dingen, ist hier nichts und niemand, der sie dazu nötigt oder zwingt. Uns fallen kaum Kameras auf (im Vergleich zu Peking), kaum Polizisten oder Ähnliches. Die Menschen geben einfach aufeinander Acht uns respektieren sich.

Eine Anekdote dazu: Maxi und ich haben Briefmarken gesucht und ein Paketumlagerungsladen gefunden, in dem gerade zwei Beamte geschäftig Pakete sortiert haben. Als ich vorsichtig frage, ob sie wissen, wo wir Briefmarken finden können, unterbrechen sie sofort beide die Arbeit, kommen zu uns, verbeugen sich (das gehört hier zum guten Ton bei Begrüßung, Verabschiedung und Danke und Bitte) und bringen uns die Straße runter, um uns den Weg zum Post Office zu zeigen. Und dann bedanken sie sich bei uns, weil sie uns helfen durften. Wer denkt, das liegt nur daran, dass wir weiße Touristen in Fern Ost sind, der liegt vollkommen falsch. Dieses Verhalten schenken sie jedem, der Hilfe braucht oder nach etwas fragt. Es gehört zum Alltag und ich finde diesen Respekt einfach schlichtweg super beeindruckend.

Aber nicht nur der Umgang der Menschen hier miteinander ist einfach einnehmend und gibt einem das Gefühl, wirklich willkommen zu sein, sondern auch die Stadt und das Leben hier an sich ist super interessant und beeindruckend.
Tokio ist eine riesige Stadt, doch in den einzelnen Vierteln bekommt man das Gefühl in einer kleineren Stadt zu sein, wo man an jeder Ecke etwas Leckeres zu essen bekommt und in ein Gespräch verwickelt werden kann.
Die öffentlichen Transportmittel verbinden alles miteinander und sind ein super Weg, sich die Stadt anzuschauen – auch ohne Angst, sich zu verlaufen. Auch wenn man in der Subway mal ein bisschen von A nach B laufen muss (wie gesagt, alles ist hier ziemlich groß und weitläufig) findet man den Weg dank unzähliger Schilder und sehr hilfsbereiter Menschen sofort auf Anhieb. Und wenn nicht nimmt einen jemand an die Hand 🙂
Wie üblich laufen wir sehr viel in Tokio, aber dieses Mal nutzen wir auch häufig die U-Bahn, einfach, weil es unglaublich groß ist und die Strecken einfach zu weit sind, um sie bloß zu Fuß zurückzulegen. Ein Tagesticket kostet hier 900 ¥ (umgerechnet ca. 7,50€).

Nachdem wir den ersten Tag genutzt haben, um anzukommen, zu waschen, zu planen und einzukaufen – wir nennen diese Tage „Bürotage“ – haben wir uns am zweiten Tag gleich ins Getümmel gewagt und die Shibuya Crossing angeschaut. Viele von euch kennen die gewaltige Kreuzung vielleicht aus Film und Fernsehen und sie ist wirklich so groß und wuselig, wie es den Anschein hat! Aber definitiv einen Besuch wert und zwar im Hellen wie bei Nacht – da ist es fast noch eindrucksvoller!
Ein Tipp hier: Von dem Starbucks aus (1. Stock) hat man einen super Blick von oben auf die Kreuzung! Auch die Straßen, die von Hochhäusern gesäumt werden, rund um die Kreuzung, die voller Läden, bunter Reklame und sehr japantypisch sind, sind super sehenswert!

Danach nehmen wir die Subway zu dem „Tokio Metropolitan Government Building“, wo es ein Observation Deck gibt, welches nicht nur kostenlos ist, sondern von dem aus man auch einen grandiosen Ausblick über Tokio hat! (Anders als beispielsweise der Tokio Tower, für den man ein kleines Vermögen zahlt!)
Ein Tipp hier: Kommt kurz vor Sonnenuntergang, es ist super die Stadt im Hellen zu sehen und dann mitzuverfolgen, wie nach und nach die Lichter in dieser gewaltigen Metropole angehen!

In den nächsten Tagen zog es uns eher in die traditionelleren Bereiche der Stadt. Wir haben uns Schreins angeschaut, wunderschöne japanische Hochzeitszeremonien gesehen und sind durch die berühmten roten Torbögen gewandert.
Besonders sehenswert ist hier zum einen der Meiji-Shrine im Westen der Stadt nahe der Yoyogi-Station. Hier läuft man durch einen wunderschönen Park zu dem Schrein und hat die Möglichkeit gerade ma Wochenende sehr oft Hochzeitig mitverfolgen zu können. Keine Sorge, das ist hier Gang und Gebe.
Weiter im Nordosten liegt der zweite Schrein, den wir uns angesehen haben – der Nezu-Shrine, der gerade wegen der roten Torbögen sehr bekannt ist. Er liegt nahe der Nezu-Station und ist sehr gut zu Fuß zu erreichen und genau wie auch der Meiji-Shrine völlig kostenlos.
Wir haben beide Schreine genossen und die kleinen Oasen in der großen Stadt genutzt, um uns den traditionelleren Teil der Japanischen Kultur anzuschauen.

Natürlich waren wir auch einmal Suhsi (Fisch mit Reis) und Sashimi (Fisch ohne Reis) essen – in einem Winzig kleinen Restaurant mit nur sieben Plätzen, das uns ein Freund gezeigt hat. Dort gibt es eine super süße ältere Dame, die bedient und einen Sushi-Meister, der den Fisch vor deinen Augen zubereitet. Wer denkt, es wäre ein Klischee, das Sushi hier Welten besser ist, als Zuhause, der liegt falsch. Es ist wirklich genial und definitiv das beste Sushi, das ich jemals gegessen habe. Also, falls ihr Sushi und Sashimi mögt und nach Japan kommt, esst es hier und ihr werdet merken, es ist etwas ganz anderes, als die All-You-Can-Eat-Bänder in Deutschland.

Heute haben wir einen weitere Büro-Tag eingelegt – es gibt viel zu planen für die nächsten Tage und Wochen in Japan und dann Hongkong, aber bevor es morgen mit dem Zug Richtung Mount Fuji geht, werden wir uns heute noch Electric City ansehen! Darauf sind wir schon sehr gespannt und sobald wir da waren, gibt es hier natürlich auch Infos dazu.

So, das war es erstmal für den Moment 🙂 Wenn ihr Fragen zu Tokio habt, mehr wissen wollt, dann schreibt uns doch einfach über das Kontaktformular in der Seitenleiste oder unter Kontakt.
Wir freuen uns darauf!

Bis dahin Safe Travels!
Lexie & Max

China: Peking & Great Wall

by , on
Sep 18, 2019

Zeitraum 12.09.2019 – 17.09.2019
Einen Einblick in diesen Abschnitt unserer Reise findet ihr in Form einer Galerie unten auf der Seite.

Nín Hǎo!

(Mittlerweile sind wir schon in Japan/Tokio angekommen, deswegen etwas verspätet der Beitrag aus China, bevor es ins Land Nummer 2 geht und ich etwas dazu schreibe :o)
Unser kurzer Trip von rund 4 Tagen – wir sind mit einem kostenlosen Transitvisum von 144 Stunden hier, das man am Flughafen bekommt – durch Peking und an die große Mauer war definitiv ziemlich chaotisch, lustig und in vielerlei Hinsicht spannend. Spannend, weil so gut wie niemand englisch spricht und man sich trotzdem irgendwie durchfuchsen muss.
Lustig, weil die Chinesen einfach total anders als alles sind, was man aus der Heimat kennt (zum Beispiel reden sie die ganze Zeit auf dich ein, obwohl ihnen klar ist, dass du kein Wort verstehst), man quasi in eine fremde Welt stolpert. 
Und chaotisch, weil Maxi und ich die Devise verfolgen: Alles auf eigene Faust und möglichst authentisch. Das heißt: keine privaten Transfers, Taxis, durchgeplante Touren und schicke Hotels mit verständlichen Guides in der eigenen Muttersprache, sondern der öffentliche Nah- und Fernverkehr – wo dich, wie gesagt, absolut niemand versteht 😛 und dennoch kommt man irgendwie ans Ziel. Im Hostel verständigt man sich mit diverse Übersetzungsapps, die irgendwie nur so halb funktionieren und sonst mit Zeichensprache und allem, was einem zur Verfügung steht. Glaubt uns, man wird erfinderisch 🙂

Mit dem Jetlag im Nacken haben wir an den ersten 2 Tagen die Hauptstadt zu Fuß unsicher gemacht. Die Verbotene Stadt besucht, in einem Park mit alten Chinesen getanzt und uns durch die versteckten Foodmärkte der Einheimischen geschlemmt (dort, wo wirklich kein einZiger Tourist war). Das wichtigste dabei: Immer höflich sein, Lächeln und keine Scheu zeigen. Nicken, sich helfen lassen und auf das Land, die Menschen einlassen und offen drauf zugehen. Auch wenn keiner deine Sprache spricht und die Chinesen für ihr Leben gerne drängeln, sind sie super hilfsbereit und unterstützen dich mit Hand und Fuß. Das gilt übrigens für fast alle Länder der Welt, wer offen und mit einem Lächeln unterwegs ist, findet überall Hilfe und Gemeinschaft. 

Tag 3 und 4 waren wir an der großen Mauer – die eigentlich lange Mauer heißt (alle Teile zusammen sind rund 21.000 km lang!) – in der Nähe vom Badaling an einem besonders alten Teil, den wir fast für uns hatten! Absolutes Highlight. Die sogenannte “Great Wall scenic ancient area” wo so gut wie niemand war, dafür aber besonders alte Abschnitte der Mauer (teilweise sogar verfallen, was ich persönlich super interessant fand). Ich denke, die Bilder sprechen für sich. Wusstet ihr, dass die Ältesten Teile der Großen Mauer rund 2700 Jahre alt sind?
Jedenfalls haben wir es nach dem ziemlich vollen Peking sehr genossen dort in den Bergen zu sein, die Natur und die Mauer zu genießen und den langen Aufstieg zu dem höchsten Punkt an dieser Stelle (etwa 2800 Höhenmeter rauf). Es lohnt sich, auch wenn es definitiv schweißtreibend ist, aber nach jede Treppe wird man mit einem neuen, besseren Ausblick belohnt 🙂
Unterwegs waren wir, wie gesagt, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Fernbus, Stadtbus und U-Bahn. Alles gut machbar, auch ohne ein Wort Chinesisch. Im Fernbus haben sie uns dann vereint (so gut wie alle Reisenden) immer gestoppt, wenn wir an der falschen Station aussteigen wollten, und mit einem lächeln rausgewunken, wenn wir da waren 🙂

Unser Fazit: Das, was wir von China gesehen haben, ist so anders, als unsere Heimat. Die Sitten sind gänzlich andere, das Essen, die Gerüche, die Art, zu Leben. Peking an sich war uns zu voll und laut, dafür haben wir den alten Teil der großen Mauer um so mehr genossen und in den Bergen dort aufgeatmet. Ein vielseitiges Land mit vielen Dingen, die es zu entdecken gibt – gerade, wenn man von den festen Wegen abweicht 🙂

Habt ihr Fragen und Anmerkungen? Was wollt ihr zu unserem Trip nach China wissen? Einfach raus damit!Jetzt sind wir mittlerweile schon in Japan und freuen uns mega auf das Land! Und darauf, euch mitzunehmen!

Safe Travels!
Lexie & Maxi 🙂