Ausrüstung

Was nehme ich mit? Wie viel Kilogram sollte mein Rucksack wiegen? Brauchte ich das wirklich?

Hier gibt es eine Übersicht mit dem Wichtigsten für eure Reise mit hilfreichen Tipps und eigenen Erfahrungen, die euch vielleicht weiterhelfen. Kleidung habe ich jetzt einmal nicht mit reingenommen, da sollte jeder für sich entscheiden, was er braucht und was nicht. Nur hier schon einmal vorweg ein Tipp von mir: Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr eine dies oder jenes Kleidungsstück braucht, lasst es da. Der Rucksack wird von ganz alleine voll und schwer 🙂

RucksackDer Rucksack ist das Herzstück einer Backpacktour und auch bei Städtereisen oder Roadtrips super praktisch. Aber auch hier gilt es einiges zu beachten.
Jedenfalls gilt immer, sobald es um einen „großen“ Rucksack geht, mit dem ihr lange laufen möchtet (müsst), solltet ihr euch in einem Outdoorgeschäft beraten und den Rucksack anpassen lassen.
Als Faustregel gilt der Rucksack sollte nicht mehr Liter haben, als ihr wiegt – als grobe Richtung.

Für mich absolute Must-Haves bei einem Trekking-Rucksack:
– Halterung für eine Trinkblase
– großes Bodenfach
– Rain Cover (später Genaueres dazu)
– gute Polsterung

Meine Wahl: Kajka 55l von Fjällräven – und ohne Werbung machen zu wollen – er ist genial!

TagesrucksackBeinahe genauso wichtig wie der große Rucksack ist der kleine Bruder, ein Tagesrucksack. Wenn ihr in Städten unterwegs seid oder an von einem Ort aus mehrer kleinere Touren machen wollt, ist ein kleiner Rucksack gold wert. Dieser sollte bequem zu tragen sein, braucht allerdings nicht ganz so viel Tragekomfort, wie der Trekkingrucksack.
Wichtig hierbei: Denkt dran, dass es Situationen geben wird, wo ihr gleichzeitig den großen und den kleinen Rucksack von A nach B oder auch über einen längeren Zeitraum tragen müsst. Also: mein Tipp, schaut, dass der Tagesrucksack in eurem Trekkingrucksack verstaut werden kann 🙂 Das spart Nerven, glaubt mir.

Meine Wahl: Ein klassischer Kånken von Fjällräven – der lässt sich super leicht zusammenrollen und in der Seite des großen Rucksacks verstauen.

Travel Cover + Rain CoverWenn ihr mit eurem Rucksack fliegt, dann braucht ihr ein Travel Cover. Dieses schützt euren Rucksack nicht nur beim Transport, es verhindert auch, dass sich Schnüre und Gurte in den Bändern verheddern und vom Personal einfach abgeschnitten werden (das machen die wirklich!)
Dabei könnt ihr eigentlich alles nehmen, was der Markt zu bieten hat. Ich rate euch allerdings von allem ab, was ihr mit Kabelbinder und co. verschließen müsst. Denn Dann habt ihr am Flughafen jedes Mal des Problem erstmal eine Schere organisieren zu müssen – gar nicht so einfach!

Meine Wahl: Deuter Travel Cover 90l

BergschuheJe nach dem wohin die Tour geht braucht ihr gute Bergschuhe. Und wenn ihr irgendwo sparen wollt oder müsst bitte nicht bei den Schuhen. Wenn ihr Bergtouren macht oder auch so einfach viel zu Fuß unterwegs seid, braucht ihr gutes Schuhwerk, damit euch die Füße – auch mit dem zusätzlichen Gewicht des Rucksacks – nicht sofort wehtun und ihr nach ein paar Tagen keinen Schritt mehr tun könnt.
Also, lange Rede kurzer Sinn: Auch hier heißt es, ab zum Fachgeschäft und ordentlich beraten lassen. Für anspruchsvollere Touren ist beispielsweise eine Stahlkappe sinnvoll und knöchelhohe Schuhe, die ein Umknicken verhindern.

Meine Wahl: Feste Bergschuhe, die über den Knöchel gehen und mit Stahl verstärkt sind von Meindl. Tipp für schmale Füße: Meindl macht super Bergschuhe für schmale und kleine Füße!

SneakersÜber diesen Punkt lässt sich streiten.Gerade, wenn es um das Gewicht des Rucksacks geht und es auf jedes Gramm ankommt. Trotzdem, für mich sind bequeme Turnschuhe (Senkers) für lange Städtetouren unabdingbar.
Hier gilt: Jedes Paar, das sitzt und passt und nicht drückt – und am besten noch super leicht ist 🙂

FlipflopsIn meinen Augen ein Muss! Ich war schon in vielen Hotels und auch Hotels, wo ich keinen Fuß in die Dusche setzen wollte, ohne Flipflops – und ich bin sonst in dieser Hinsicht nicht zimperlich.
Auch für den Strand natürlich oder das Bummeln in der Hitze. Flipflops gehen eigentlich immer.

Sandalen (Birkenstock)Für unsere große Reise habe ich mich entschieden zusätzlich noch meine Birkenstocks mitzunehmen. Warum? Weil ich sie auf unseren letzten Reisen nicht missen möchte und es nichts besseres gibt, als bequeme offene Schuhe in der Hitze. Außerdem kann man schnell rein und raus schlüpfen (ist zum Beispiel in Tempelanlagen in Asien wichtig, wo man nur ohne Schuhe rein darf)

Schlafsack (+Hüttenschlafsack)Der Schlafsack ist absolut essentiell, die Wahl des richtigen wichtiger, als man denkt. Es gibt wirklich nichts schlimmeres – und ich spreche hier aus Erfahrung – als nach einem super langen, anstrengenden Bergtag nicht schlafen zu können, weil man in seinem Zelt in einem viel zu dünnen Schlafsack friert.
Also: Bei dem Schlafsack gilt, gerade für uns Mädels, lieber den etwas Wärmeren nehmen. Besonders warm sind natürlich Daunen. Wer keine tierischen Daunen möchte, kann auf künstliche zurückgreifen.
Tipp: Ein Schlafsack lässt sich in der Regel nicht so gut waschen. Deswegen nehmen wir einen zusätzlichen Hüttenschlafsack mit. Dieser ist aus Baumwolle, kann schnell mal in die Maschine geworfen werden und bringt ein paar zusätzliche Grad. Auch in Hotels, in denen es manchmal fragwürdige Bettwäsche gibt, ist ein Hüttenschlafsack Gold wert.

Meine Wahl: Ein Daunenschlafsack bis 0 Grad und ein Hüttenschlafsack aus Baumwolle.

Kissen (+Hülle)Ein kleines, kompaktes und leichtes Kissen sollte man dabei haben. Damit es mit dem Waschen besser klappt eine kleine Hülle für das Kissen – die ist leichter zu waschen, als das dicke Kissen.
Da wir etwas länger unterwegs sind, haben wir uns für etwas größere Kissen entschieden, die mit Syntetikmaterial gefüllt sind. Hier gibt es allerdings auch super viele unterschiedliche Varianten. Leichter und kleiner sind Luftkissen zum Aufblasen – allerdings habe ich damit bisher keine Erfahrungen gemacht.

(Iso-) SchlafmatteWer mit dem Zelt unterwegs ist – oder beispielsweise in einem großen Auto schläft – braucht eine Iso- oder Schlafmatte.
Auch hier gibt es massive Unterschiede hinsichtlich Gewicht, Material und Komfort. Mein Tipp hier: Beraten lassen und Probeliegen. In den meisten Outdoorgeschäften geht das problemlos.
Es gilt: Die Matte sollte zu der Tour passen, die ihr vorhabt. Geht ihr lange Touren mit dem Rucksack, dann sollte die Matte leicht und schnell aufzubauen und verstauen sein. Bei Campingtouren mit Auto oder Bus darf es auch etwas dickeres sein.

Meine Wahl: Wir haben uns für ein dickeres (und auch schwereres) Modell von Frilufts entschieden, dass sich größtenteils selbstaufbläst und mit 7 cm schon zu den höheren Matten gehört. Bisher haben wir damit nur gute Erfahrungen gemacht.

DrybagsEgal, ob ihr eine Tour mit Kanu und Co. vorhabt oder in der Wüste unterwegs seid: Ein Drybag ist in meinen Augen ein absolutes Must-Have. Warum?
Weil damit eure (elektronischen) Wertsachen optimal geschützt sind. Ein Beispiel: Ihr seid Reiseblogger, habt euren Laptop im Rucksack dabei und eine Wasserflasche läuft euch darin aus … Computer hin, Laune im Keller, miese Stimmung. Ein Drybag ist leicht, super strapazierfähig und verhindert solche Unfälle mit Leichtigkeit.
Hier gibt es super viele Marken, Designs, Größen und Macharten.

Mein Tipp: Ein Bag mit Ventil ist Gold wert!

Erste Hilfe + MedikamenteMan möchte es nicht hoffen, aber es passiert schneller, als man denkt. Ein kleiner Unfall, ein Schnitt mit dem Taschenmesser oder ein fieser Stich. Was nun? Selbst ist der Backpacker! Ran an das erste Hilfe Päckchen und selbst Hand anlegen.
Und das gilt für eigentlich alle Touren: Erste Hilfe sollte immer dabei sein. Dazu zählen nicht nur Pflaster und Verbände, sondern auch Desinfektionsmittel, Salben, Schmerztabletten und Einmalhandschuhe.
Auch wichtig sind Medikamente, die beispielsweise für bestimmte Länder hilfreich sind, wie Malaria-Prophylaxe in tropischen Gebieten. Lasst euch hierfür am besten von einem Arzt beraten oder noch besser: Im örtlichen Tropeninstitut – dort bekommt ihr nicht nur eine Aufklärung zu erfolderlichen Impfungen (siehe „Bevor es losgeht“), sondern auch Medikamente und alles, was ihr aus medizinischer Sicht braucht.

MückensprayAbhängig vom Reiseziel ist Mückenspray definitiv etwas, das dabei sein sollte. Beispielsweise gibt es in Neuseeland fiese Sandflies oder in Schottland ganze Mückenplagen zur richtigen Zeit.
Das Spray erspart euch viel Ärger, Jucken und rote Flecken 🙂

Gängige Mittel gibt es entweder vor Ort im Outdoorladen oder im Drogeriemarkt zuhause.

Sonnencreme (am besten zinkfrei „coral safe“)Was in Deutschlang gilt, gilt überall: Die Haut vor der Sonne schützen. Egal, ob am Strand, in den Bergen oder im Dschungel. Ein Sonnenbrand ist nicht nur super schmerzhaft, unattraktiv und lästig sondern auch super gefährlich für euren Körper. Also: Sonnencreme rein in den Rucksack und ruhig einen hohen Lichtschutzfaktor nehmen, gerade für Gesicht, Dekolleté und bei Kindern!
Wir haben eine Sonnencreme, die ohne Zink auskommt. Das heißt, Natur, Meer und Tiere werden geschützt, denn Zink sorgt gerade im Meer für giftige Lachen.

Kleine Tasche/HüfttascheWenn ihr euch in den Großstadtdschungel stürzt oder beispielsweise abends noch rasch irgendwo etwas trinken oder essen gehen wollt, wollt ihr sicherlich nicht immer mit Rucksack aufkreuzen, oder?
Eine kleine Tasche, die irgendwo reinpasst, ist hier ein super Tipp und sehr angenehm, wenn man mal befreit durch die Gegend spazieren möchte.

Meine Wahl:
Ich habe hier eine kleine Tasche von Fjällräven genommen, weil diese super leicht, wasserdicht und sehr kleine Packmaße hat.

SteckdosenadapterAn dieses Detail gedacht? Nein? Dann unbedingt einpacken 🙂
Sonst wird es ein langer Trip ohne Fotos, Videos uns Internet. So gut wie jedes Land hat seine Eigenheiten in Sachen Steckdose und in den meisten Fällen passt unser Stecker dort nicht. Also: Am Besten einen Adapter nehmen, der in mehreren Ländern passt (Dann braucht man nicht für jede Reise einen neuen)
Wir haben einen Adaptar, der weltweit passt – sehr praktisch!

Kocher + GeschirrWer in die Natur will, ist meistens auf sich alleine gestellt – auch in Sachen Essen. Damit es nicht nur kalte Sachen gibt, sollte ein Kocher auch auf der Packliste sein und einen Platz im Rucksack finden.
Aber nicht nur für Essen, sondern auch, um Wasser abzukochen – etwas, das viele nicht vor Augen haben, wenn sie Kocher und Co. denken.
Auch hier gibt es super viele verschiedene Varianten und Systeme und je nach Land machen manche mehr Sinn, als andere.
Es gilt: Beraten lassen 🙂 Die Leute im Outdoorfachgeschäft können euch da genau den richten Kocher empfehlen.

Meine Wahl: Wir haben einen Kocher von Primus, der mit jedem flüssigem Brennstoff läuft. Das heißt: Benzin von der Tankstelle, Alkohol, spezieller Kocherbrennstoff – alles funktioniert, was einen super unabhängig macht. Noch dazu ist unser Kocher sehr sparsam, sodass man mehrere Wochen davon zehren kann.
Wichtig hier: Zuhause ausprobieren, bevor es auf Reise geht. Viele Systeme erfordern etwas Übung.

Beim Geschirr sind dir keine Grenzen gesetzt, wichtig nur: es sollte leicht und widerstandsfähig sein. Ein absolutes Muss in unseren Augen: Eine Edelstahltasse. Vertraut uns, die ist Gold wert!

StirnlampeAuf dem Zeltplatz in der Wildnis ist es dunkel. Keine Überraschung, oder? Und auch im Hostel kann es manchmal vorkommen, dass es nur das „große Licht“ gibt und man möchte ja nicht mitten in der Nacht alle wecken, oder?
Was tun? Ganz klar: Eine Stirnlampe nehmen und auch im Dunkeln seinen Weg finden.
Aus unserer Sicht wichtig und praktisch sind hierbei: Rotlicht (das weckt niemanden, wenn man nichts über den Zeltplatz streift) und die USB-Ladefunktion (spart Batterien und zusätzliches Zeug, das man mit herumschleppen muss :))

Meine Wahl: Eine leichte NiteCore, die man über USB laden kann, die vier Lichtstufen und Rotlicht hat.

Zelt (+extra Heringe & Abspannschnüre)Beinahe genauso wichtig wie der richtige Rucksack ist die Wahl des richtigen Zelts.
Welche Material, welche Größe, welches Gewicht? Für welche Landschaft brauche ich ein Zelt? Was habe ich damit vor?
Ich wiederhole mich, aber, auch hier heißt es: beraten lassen, testen und eine zweite und dritte Meinung einholen, vergleichen und suchen. Denn für die erste Backpacktour muss es nicht unbedingt das ultralight megaspezial Zelt für knapp tausend Euro sein 🙂
Richtig gute, super leichte Zelt sind teuer, ja das stimmt und es gibt bei Qualität, Verarbeitung und Performance gewaltige Unterschiede, dennoch: auch günstigere Varianten schneiden sehr gut ab. Das wird euch auch eine gute Beratung sagen.
Wichtig ist, dass das Zelt strapazierfähig ist und das Aufbauen keine Stunden dauert, sondern schnell und mit ein paar einfachen Handgriffen klappt (auch hier vorher üben :))
Erster Anhaltspunkt bei der Zeltwahl: Wofür brauche ich das Zelt? Möchte ich damit in den hohen Norden? – Dann sollte es nicht zu luftdurchlässig sein (also nicht so viel Maschgewebe), dickere Planen und einen festen Boden haben.
Geht es in ein trockenes, heißes Land? – Dann ruhig viel Maschgewebe: Denn ohne Plane lässt es sich wiunderbar in trockenen Nächten unter dem Sternenhimmel schlafen 🙂 Außerdem lüftet es so gut durch.

Ihr seht, es gibt viel zu beachten, viele Variabel und viele Auswahlmöglichkeiten. Lasst euch bei der Wahl ruhig etwas Zeit 🙂

Meine Wahl: Wir haben ein Marmot Tungsten 2P und sind von „Charlie“ – so haben wir unser Zelt getauft – absolut begeistert! Es ist mit seinen 2,2 kg recht leicht, super einfach aufzubauen und hat schon schlimme Stürme und Regenmassen ausgehalten.

Funktionshandtücher Sie sind leicht, praktisch, trocknen schnell und müffeln nicht so rasch, wie die guten alten Dinger aus Frottee. Wovon ist die Rede? Klar, Funktionshandtücher. Für so gut wie jede Reise ein Must-Have, das vieles einfacher macht und einen leichter durch den Alltag bringt.
Wir haben die Handtücher in drei verschiedenen Größen mit: Ein kleines (wirklich winzig klein) für Geschirr und Co., ein mittleres für die Hände und Gesicht und sein ziemlich großes, das gleichzeitig auch Picknickdecke und Strandhandtuch ist.
Auch hier: Sucht euch aus, was euch taugt und schaut ein bisschen aufs Gewicht, denn hier gibt es gewaltige Unterschiede.

Mütze + Schal + dicke SockenEs geht an einen warmen Ort und ich schreibe hier Mütze und Schal hin? Kein Witz, sie sind in meinen Augen etwas, das immer dabei sein sollte. Gerade, wenn es Nächte im Zelt gibt, denn ihr glaubt gar nicht, wie schnell es kalt werden kann. Und der Mensch verliert ja bekanntlich die meiste Wärme über Kopf und Füße.
Dicke Socken sind auch für lange Flüge genial (genau wie Schal und Mütze, wer kennt sie nicht die fiese, eiskalte Lüftung im Flieger?).
Als Schal habe ich dieses Mal ein Buff-Tuch dabei, das wesentlcih leichter und kleiner ist, als meine üblichen Wollmonster und überall reinpasst (auch in besagte kleine Handtasche :))

ZeltlampeEine Zeltlampe ist nicht ganz so wichtig in Zeiten der Handytaschenlampe und einer Stirnlampe – aber sie macht einiges leichter und angenehmer. Zum Beispiel auch, wenn man gemeinsam am Abends an einem Tisch in der Natur sitzt und noch Karten spielt oder ähnliches.

Meine Wahl: fiel auf ein leichtes Modell von Fenix, das auch USB-aufladbar ist und eine extrem lange Akkulaufzeit hat (CL20R).

PanzertapeKein Witz: Panzertape kann dir in fast jeder Lebenslage den Hintern retten.
Ein Loch im Zelt? Kleben.
Ein Riss im Travel Cover (hatten wir grade erst)? Kleben.
Die Wanderstiefel reißen ein? Kleben.
Und das funktioniert wirklich! Damit lässt sich so gut wie alles zumindest vorübergehend reparieren und kleine Katastrophen abwenden.
Schaut einfach mal im Baumarkt vorbei :)!

SeilOkay, ich gebe zu, ein Seil ist nicht unbedingt super weit oben auf einer Packliste – doch meine Erfahrungen haben gezeigt, dass es doch gut zu haben ist.
Warum?
Weil man sich bei Wanderungen immer mal in blöde Situationen manövrieren kann, wo ein Seil Leben retten kann.
Weil ein Seil eine super gute Wäscheleine abgibt.
Und weil damit auch unpassierbare Stellen gemeistert werden können.

Meine Wahl: Wir haben ein leichtes Seil, das zwar nicht zum Klettern geeignet ist, aber für die oebn aufgeführten Situationen problemlos funktioniert.

WäscheklammernPassend zum vorhergehenden Punkt: Wäscheklammern. Wenn ihr einen längeren Trip machen wollt, werdet ihr ums Waschen nicht herumkommen. Und da es in Mutter Natur nicht immer Waschsalons mit Leinen und Trockner gibt, und die eine oder andere Wäsche im Fluss stattfinden kann und wird, sind Seil und Wascheklammern definitiv etwas, das dabei sein sollte.
(Wir haben welche aus Holz, falls mal eine in der Natur bleibt, wird diese auch wieder zu Natur :))

Biologisch abbaubares Shampoo, SpülmittelWenn es in die Natur geht, man mehrere Tage ohne Stadt und Zivilisation unterwegs ist, möchte man trotzdem mal eine kleine Katzenwäsche abhalten oder sein Geschirrspülen. Um die Umwelt zu schonen und die Gewässer nicht mit Seife zu verschmutzen gilt die Regel: Spülmittel, Duschgel und Co. müssen biologisch abbaubar sein! Sonst zerstören sie die Umwelt, Flora und Fauna.
Entsprechende Mittelchen gibt es wie so vieles im Outdoorfachgeschäft (und keine Sorge, so teuer sind die Sachen nicht!)
Gleiches gilt übrigens auch für Zahnpasta 🙂

Tote BagWenn wir schon beim Thema Umwelt sind: Plastik vermeiden! Das Plastik in den Weltmeeren ist eines der größten Probleme unserer Zeit und es ist uns ein riesiges Anliegen, euch hierfür zu sensibilisieren. Denn es ist so einfach, Plastik einzusparen.
In vielen Ländern werden beim Einkaufen immer noch massig Plastiktüten gereicht – gerade im Asiatischen Raum – und ein mitgebrachter Tote Bag bewirkt hier kleine Wunder. Man ist nicht nur der Blickfang im Supermarkt, sondern tut nebenbei auch noch etwas gutes 🙂
Ein Kinderspiel!

WasserfilterBei langen Touren wird euch irgendwann das Wasser ausgehen, wenn ihr nicht zehn Kilo Wasser mitschleppen wollt (glaubt mir, das wollt ihr nicht).
Abkochen ist meist eine sichere Alternative zum Filter, aber in gewissen Gebieten dieser Welt reicht das alleine nicht und Wasserfilter sind unabdingbar. (Es gibt auch Tabletten udn Pulver, die dieselbe Wirkung haben).
Informiert euch hier unbedingt im Outdoorgeschäft!

Schloss f. HostelspinteIhr habt eine lange Tour mit Hostels und allem Drum und Dran geplant? Dann muss euch auch klar sein, dass eure Sachen nicht immer hinter Schloss und Riegel sein werden. Und das ist auch nicht weiter schlimm! In den wenigsten Fällen wird geklaut und es kommt nichts weg. Maxi und ich haben damit bisher noch kein Problem gehabt und wer uns kennt, der weiß, dass wir schon ganz schön in der Welt rumgekommen sind.
Trotzdem: Wertsachen gehören abgeschlossen. Das gilt insbesondere für Laptop, Kamera und wichtige Dokumente. Die meisten Hostels haben Spinte mit Schlössern, manchmal braucht ihr auch ein eigenes. Hier reicht meist ein einfaches, leichtes Schloss, um die Spinte oder Locker sicher zu verschließen.
Wenn ihr dennoch unsicher seid, ob ihr euer 5000€ Tablet im Zimmer lassen sollt, wenn ihr eine Stadt unsicher macht: Gebt es an der Rezeption ab, das ist in den meisten Hostels Gang und Gebe 🙂

MüllbeutelMüll gehört nicht in die Natur.
Wenn ihr draußen unterwegs seid, dann werdet ihr auf kurz oder lang Müll verursachen und diesen solltet ihr nach eurem Ausflug ins Grüne auch wieder mitnehmen und ordentlich entsorgen.
Deshalb: Müllbeutel (alternativ auch die Einkaufstüten, die ihr im Supermarkt bekommen habt, weil ihr euren Tote Bag vergessen habt :))
Müllbeutel sind echte Allrounder, denn auch für dreckige Wäsche, Schuhe und Duschgel eignen sie sich wunderbar! Also, rein damit 🙂

TaschenmesserDas gehört zu einem richtigen Outdorrer einfach dazu.
Mal einen Hering nachschnitzen, nachdem einer abhanden gekommen ist.
Wurst und Käse schneiden, das Obst und Gemüse vierteln.
Oder sich gegen einen Bären verteidigen – nein Scherz, bitte lasst die Bären leben!
Dennoch, ein Taschenmesser gehört in jeden gut gepackten Backpack 🙂

Meine Wahl: Ich habe ein Schweizer Taschenmesser mit einigen wenigen Funktionen (3) – und das reicht in den meisten Fällen. Natürlich sind eurem Abenteurerherz hier keine Grenzen gesetzt – nur habt das Gewicht im Auge!
Und auf keinen Fall beim Fliegen ins Handgepäck!

Regenjacke + RegenhoseMust-Have: Egal ob eine eintägige bergtour oder fünf Jahre Weltreise. Das Wetter folgt keinen festen Regeln, wenn es regnet, dann regnet es und ich kann euch sagen, es gibt nichts nervigeres, als klitschnass mit Rucksack irgendwo im nirgendwo zu stehen und zu frieren (ist mir schon passiert, deswegen hier der Hnnweis).
Nehmt eine leichte Kombi mit, die passt überall rein und erspart euch viel Ärger.
Wichtig bei Rucksackreisenden: Die Regenjacke sollte mindestens 2-lagig sein, denn der Rucksack wird viel Reibung erzeugen und eure Regenjacke sonst sofort durchscheuern.

Kopfbedeckung (Cap, Tuch, Hut)Beinahe genauso wichtig wie Sonnencreme: etwas für euren Kopf.
Nicht nur wenn die Sonne vom Himmel brennt, sondern auch im Regenwald oder tropischen Dickichten (wer weiß, was da alles über euren Köpfen krabbelt und krauchelt :))

Meine Wahl: Ich habe ihr besagtes Buff-Tuch und ein weiteres, bunten Halstuch, dass ich gerne auf dem Kopf als breites Haarband trage 🙂 Jungs weichen vermutlich auf Cap aus – oder ganz traditionell auf Reishut oder Hut à la Indiana Jones! The Choice is yours 🙂

Schlafmaske + OhrstöpselEgal, ob Hostel, Flugzeug oder Nachtbus, es kann und wird vermutlich das eine oder andere Mal laut werden und hell, obwohl ihr eigentlich nur schlafen wollt.
Abhilfe schaffen hier Schlafmaske und Ohrstöpsel – absolut Gold wert (gerade in Großschlafsälen schnarcht immer einer, vertraut mir) 🙂
Wasserflasche + WasserbubbleHier beziehe ich mich wieder auf den Punkt Plastik sparen.
Eine Wasserflasche lässt sich überall (z.B. an einem sauberen Wasserfall oder Fluss) oft umsonst auffüllen (viele Restaurants machen das mit einem Lächeln und kostenfrei), spart Plastik und ist super praktisch, weil man nicht ständig nach einem Supermarkt suchen muss.
Also: rein damit!

Die Wasserbubble ist etwas für die Wanderer unter euch: Die meisten großen Rucksäcke haben extra eine Vorrichtung dafür im Rückenteil, wo eine Wasserblase eingesetzt werden kann. In diese passen, je nach Wunsch, 1-4l. Über einen Schlauch wird das Wasser vom Rücken nach vorne geführt, sodass man beim Laufen bequem trinken kann, ohne jedes Mal das Monstrum von Rucksack absetzen muss.
Auch hier ein Kommentar von mir: Die Wasserbubble ist einfach genial beim Wandern und Trekking!

Meine Wahl: Source Widepack 3l – super auslaufsicher und leicht zu reinigen 🙂

ReisetagebuchZum Abschluss: Ihr wollt eure Erlebnisse ja auch festhalten, oder? Dafür eignet sich ein Reisetagebuch wunderbar und glaubt mir, nach ein paar Monaten oder wenn einen die Reisesehnsucht packt in den Seiten zu blättern ist wunderschön und weckt die schönsten Erinnerungen 🙂

Ich denke, damit sollte ich erst mal alles auf der Liste haben, was ihr für euer Abenteuer braucht. Wenn ihr Fragen habt, oder euch noch etwas einfällt, schreibt mir gerne 🙂
Und denkt dran, nicht zu viel einpacken, ihr werdet sehen, wenn ihr erst mal auf Reisen seid, werdet ihr merken, wie wenig man braucht, um glücklich zu sein 🙂

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