Japan: Tokio

Zeitraum 17.09.2019 – 22.09.2019
Auch zu diesem Beitrag gibt es unten auf der Seite eine kleine Galerie mit Einblicken in unsere Zeit in Japans Hauptstadt.

Konichiwa!

Unsere ersten Tage in Japan sind bereits vorbei und die Zeit in Tokio, der großen, beeindruckenden Hauptstadt Japans, neigt sich dem Ende zu. Höchste Zeit also, euch einen Rückblick und eine Zusammenfassung der Erlebnisse unserer Tage hier zu geben – und das sind und waren eine ganze Menge! 🙂 Es gibt hier einfach unglaublich viel zu entdecken, an jeder Ecke wartet etwas neues und man kann sich einfach nicht sattsehen an dieser einnehmenden Stadt. Wir können es kaum erwarten uns auch den Rest dieses Landes anzuschauen und weiter in den Süden zu ziehen…
Aber von Anfang an 🙂

Der Vergleich zu Peking, nachdem uns tatsächlich schon einige gefragt haben, könnte nicht krasser sein. In dem vorigen Beitrag zu China habe ich geschrieben, dass es dort zum alltäglichen Leben gehört, ja fast Sitte ist, dass man drängelt, Lücken nutzt, laut ist und die Ummenschen an seinen eignen Empfingen teilhaben lässt (zum Beispiel schmatzt man, wenn einem das Essen sehr gut schmeckt).
Von Preisniveau ist es ähnlich wie in Deutschland – also nicht super günstig, aber auch nicht so teuer wie beispielsweise Singapur und wer sucht, der findet auch sehr preiswerte Restaurants und Läden.

Hier in Tokio fällt uns als aller erstes auf, dass die Menschen unglaublich höflich, geordnet und super freundlich sind. Sie helfen einem sofort, scheinen die ganze Zeit zu lächeln und das Helfen zu einer persönlichen Lebensaufgabe zu machen, sobald man höflich um Hilfe bittet.
Es ist Gang und Gebe, dass das eigene Tun unterbrochen wird und man uns ahnungslose Touristen sofort bildlich gesprochen an die Hand nimmt und zum nächsten Ziel bringt 🙂 In der U-Bahn ist es immer sehr ruhig, damit niemand gestört wird und beispielsweise auf dem Weg in die Arbeit noch schlafen kann. Wir sind von dieser Höflichkeit und Disziplin geradezu geflasht und vor allen Dingen, ist hier nichts und niemand, der sie dazu nötigt oder zwingt. Uns fallen kaum Kameras auf (im Vergleich zu Peking), kaum Polizisten oder Ähnliches. Die Menschen geben einfach aufeinander Acht uns respektieren sich.

Eine Anekdote dazu: Maxi und ich haben Briefmarken gesucht und ein Paketumlagerungsladen gefunden, in dem gerade zwei Beamte geschäftig Pakete sortiert haben. Als ich vorsichtig frage, ob sie wissen, wo wir Briefmarken finden können, unterbrechen sie sofort beide die Arbeit, kommen zu uns, verbeugen sich (das gehört hier zum guten Ton bei Begrüßung, Verabschiedung und Danke und Bitte) und bringen uns die Straße runter, um uns den Weg zum Post Office zu zeigen. Und dann bedanken sie sich bei uns, weil sie uns helfen durften. Wer denkt, das liegt nur daran, dass wir weiße Touristen in Fern Ost sind, der liegt vollkommen falsch. Dieses Verhalten schenken sie jedem, der Hilfe braucht oder nach etwas fragt. Es gehört zum Alltag und ich finde diesen Respekt einfach schlichtweg super beeindruckend.

Aber nicht nur der Umgang der Menschen hier miteinander ist einfach einnehmend und gibt einem das Gefühl, wirklich willkommen zu sein, sondern auch die Stadt und das Leben hier an sich ist super interessant und beeindruckend.
Tokio ist eine riesige Stadt, doch in den einzelnen Vierteln bekommt man das Gefühl in einer kleineren Stadt zu sein, wo man an jeder Ecke etwas Leckeres zu essen bekommt und in ein Gespräch verwickelt werden kann.
Die öffentlichen Transportmittel verbinden alles miteinander und sind ein super Weg, sich die Stadt anzuschauen – auch ohne Angst, sich zu verlaufen. Auch wenn man in der Subway mal ein bisschen von A nach B laufen muss (wie gesagt, alles ist hier ziemlich groß und weitläufig) findet man den Weg dank unzähliger Schilder und sehr hilfsbereiter Menschen sofort auf Anhieb. Und wenn nicht nimmt einen jemand an die Hand 🙂
Wie üblich laufen wir sehr viel in Tokio, aber dieses Mal nutzen wir auch häufig die U-Bahn, einfach, weil es unglaublich groß ist und die Strecken einfach zu weit sind, um sie bloß zu Fuß zurückzulegen. Ein Tagesticket kostet hier 900 ¥ (umgerechnet ca. 7,50€).

Nachdem wir den ersten Tag genutzt haben, um anzukommen, zu waschen, zu planen und einzukaufen – wir nennen diese Tage „Bürotage“ – haben wir uns am zweiten Tag gleich ins Getümmel gewagt und die Shibuya Crossing angeschaut. Viele von euch kennen die gewaltige Kreuzung vielleicht aus Film und Fernsehen und sie ist wirklich so groß und wuselig, wie es den Anschein hat! Aber definitiv einen Besuch wert und zwar im Hellen wie bei Nacht – da ist es fast noch eindrucksvoller!
Ein Tipp hier: Von dem Starbucks aus (1. Stock) hat man einen super Blick von oben auf die Kreuzung! Auch die Straßen, die von Hochhäusern gesäumt werden, rund um die Kreuzung, die voller Läden, bunter Reklame und sehr japantypisch sind, sind super sehenswert!

Danach nehmen wir die Subway zu dem „Tokio Metropolitan Government Building“, wo es ein Observation Deck gibt, welches nicht nur kostenlos ist, sondern von dem aus man auch einen grandiosen Ausblick über Tokio hat! (Anders als beispielsweise der Tokio Tower, für den man ein kleines Vermögen zahlt!)
Ein Tipp hier: Kommt kurz vor Sonnenuntergang, es ist super die Stadt im Hellen zu sehen und dann mitzuverfolgen, wie nach und nach die Lichter in dieser gewaltigen Metropole angehen!

In den nächsten Tagen zog es uns eher in die traditionelleren Bereiche der Stadt. Wir haben uns Schreins angeschaut, wunderschöne japanische Hochzeitszeremonien gesehen und sind durch die berühmten roten Torbögen gewandert.
Besonders sehenswert ist hier zum einen der Meiji-Shrine im Westen der Stadt nahe der Yoyogi-Station. Hier läuft man durch einen wunderschönen Park zu dem Schrein und hat die Möglichkeit gerade ma Wochenende sehr oft Hochzeitig mitverfolgen zu können. Keine Sorge, das ist hier Gang und Gebe.
Weiter im Nordosten liegt der zweite Schrein, den wir uns angesehen haben – der Nezu-Shrine, der gerade wegen der roten Torbögen sehr bekannt ist. Er liegt nahe der Nezu-Station und ist sehr gut zu Fuß zu erreichen und genau wie auch der Meiji-Shrine völlig kostenlos.
Wir haben beide Schreine genossen und die kleinen Oasen in der großen Stadt genutzt, um uns den traditionelleren Teil der Japanischen Kultur anzuschauen.

Natürlich waren wir auch einmal Suhsi (Fisch mit Reis) und Sashimi (Fisch ohne Reis) essen – in einem Winzig kleinen Restaurant mit nur sieben Plätzen, das uns ein Freund gezeigt hat. Dort gibt es eine super süße ältere Dame, die bedient und einen Sushi-Meister, der den Fisch vor deinen Augen zubereitet. Wer denkt, es wäre ein Klischee, das Sushi hier Welten besser ist, als Zuhause, der liegt falsch. Es ist wirklich genial und definitiv das beste Sushi, das ich jemals gegessen habe. Also, falls ihr Sushi und Sashimi mögt und nach Japan kommt, esst es hier und ihr werdet merken, es ist etwas ganz anderes, als die All-You-Can-Eat-Bänder in Deutschland.

Heute haben wir einen weitere Büro-Tag eingelegt – es gibt viel zu planen für die nächsten Tage und Wochen in Japan und dann Hongkong, aber bevor es morgen mit dem Zug Richtung Mount Fuji geht, werden wir uns heute noch Electric City ansehen! Darauf sind wir schon sehr gespannt und sobald wir da waren, gibt es hier natürlich auch Infos dazu.

So, das war es erstmal für den Moment 🙂 Wenn ihr Fragen zu Tokio habt, mehr wissen wollt, dann schreibt uns doch einfach über das Kontaktformular in der Seitenleiste oder unter Kontakt.
Wir freuen uns darauf!

Bis dahin Safe Travels!
Lexie & Max

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